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„Wochenends-Pfeffer (mit einem Hauch von Bergamotte)“

John Baker Sander
20. Juli 2026(bearbeitet)
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Nachdem Spiel um Platz 3 zwischen Frankreich und England (4:6) bei der Fußballweltmeisterschaft am Samstagabend, dass aufgrund des Zeitunterschiedes zu uns bis tief in die Nacht lief, hatte ich keinen Drang mehr, einen Blog zu schreiben.

Das war für mich eines der unterhaltsamsten Fußballspiele, die ich je gesehen habe. Zehn Tore in einem Weltmeisterschaftsspiel – dazu zwei Mannschaften, die einfach Fußball spielten. England war stärker in der ersten Halbzeit und - richtig geraten - Frankreich in der zweiten.

Ich freute mich mit den Engländern etwas mehr als mit den Franzosen. Dem Nationaltrainer von Frankreich, Didier Deschamps, hätte ich den dritten Platz allerdings auch gegönnt. Führte er doch die Auswahl Frankreichs als Cheftrainer 14 Jahre lang an.

Seine Trainerkarriere hat er noch nicht beendet.

Übrigens gibt der Mann, zumindest gefühlt, immer sehr ehrliche Interviews. Er kritisiert, führt, stellt sich aber auch vor sein Team und seine Spieler, wenn es sein muss. - Das gefällt mir einfach.


Am Sonntagabend vor dem Finale war ich eigentlich am Blog dran, das Worddokument war schon geöffnet. Doch dann kam das Hochzeitspaar vorbei und brachte einen Stick für die Bilder der Vermählung.

Über eine Stunde standen wir draußen.
Da der Bräutigam ein Arbeitskollege meines Bruders ist, gesellte sich dieser auch zu mir. Wir Brüder ignorierten uns weitestgehend, aber wir gingen fair miteinander um. Keiner grätschte den anderen verbal ab - um mal im Fußballjargon zu bleiben.

Der Bräutigam ist ein netter Kerl. Seine Braut scheint ebenfalls eine „nette Kerlin“ zu sein. Doch mit seinen Ausführungen hat er es wirklich geschafft, mich über eine Stunde vor dem Hauseingang im Freien zu halten.

Was angenehm war, 25 C, dazu ein kühlendes - klingt irgendwie doof, war aber tatsächlich so – warmes Windchen.
Es kann auch Sommer sein, wenn einem nicht literweise der Schweiß aus allen Poren läuft.


Weltmeister ist übrigens Spanien geworden. Die Mannschaft gewann gegen die harten Argentinier mit 1:0 nach Verlängerung.

Was mir wieder nicht gefiel, war die übertriebene Härte. Nicht falsch verstehen, es wird natürlich weiterhin viel Fußball gespielt. Doch meiner Meinung nach gehört jeder Versuch, einem anderen Spieler absichtlich Verletzungen oder Blessuren zuzufügen, bestraft.

Papa brachte mich nach einer Szene, in der ein argentinischer Spieler mit einer roten Karte vom Platz flog, zum Lachen.
Er analysierte die argentinische Auswahl, die nun nur noch zu neunt auf dem Platz stand und von den Spaniern hervorragend bespielt wurde, spaßeshalber so: „Fünf plus drei ist acht (Abwehr) und einer schläft oben.“
Gemeint (mit einer schläft oben) war damit natürlich „Lionel Messi“, der oft weiter vorne blieb und nicht immer mit zurücklief.


Die Halbzeitshow fand ich toll.
Doch bitte begrenzt diese auf die vorgesehene Pausenzeit. Wenn ein Spieler 25 Minuten lang nichts macht, muss er sich danach fast noch einmal von vorne aufwärmen, weil die Knochen wieder kalt geworden sind.
Außerdem steigt dadurch meiner Meinung nach das Verletzungsrisiko erheblich.



Eine kleine böse Fantasie blitzte in mir auf, als ich „D. Trump“ bei der Pokalübergabe sah. „D. Trump“ übergibt nicht den Weltmeisterschaftspokal, sondern flieht mit ihm in einem Hubschrauber aus dem Stadion.

Er fliegt zwei, drei Ehrenrunden durch das Stadion, dreht allen eine lange Nase und streckt die Zunge heraus.

Dabei wird er gleich mehrfach auf den großen Bildschirmen im Stadion gezeigt. Die Zuschauer, deren Herz für Argentinien und Spanien schlägt, buhen ihn gemeinschaftlich und leidenschaftlich aus.

„D. Trump“ entschwindet schließlich mit seinem Helikopter aus dem Stadion.

Einige Stunden später erfolgt ein Statement von „D. Trump“:
Er hätte den Weltmeisterschaftspokal nur an sich genommen, um ganz sicherzugehen, dass der WM-Pokal auch wirklich in die richtigen Hände gelangt. - Fantasieende.


Ich probierte mal wieder ein Duschgel für den gesamten Körper aus (also nutzbar für Haare, Gesicht und Körper). Es ist grün und sieht in der Flasche schon fast giftig aus. Aber der Geruch aus Bergamotte und grünem Pfeffer hat es mir bisher angetan, und ich fühle mich sehr wohl damit auf der Haut.



Worms am Samstag, war auch soweit okay.
Wobei ich schon wieder keine Lust hatte mich groß zu Bewegen und auf den Bahnhofsbänken im Schatten saß, Menschen die an mir vorübergingen beobachtete und endlich auch mal wieder konzentriert las.




Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?

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