Nachdem Spiel
um Platz 3 zwischen Frankreich und England (4:6) bei der
Fußballweltmeisterschaft am Samstagabend, dass aufgrund des Zeitunterschiedes
zu uns bis tief in die Nacht lief, hatte ich keinen Drang mehr, einen Blog zu
schreiben.
Das war für
mich eines der unterhaltsamsten Fußballspiele, die ich je gesehen habe. Zehn
Tore in einem Weltmeisterschaftsspiel – dazu zwei Mannschaften, die einfach
Fußball spielten. England war stärker in der ersten Halbzeit und - richtig
geraten - Frankreich in der zweiten.
Ich freute mich mit den Engländern etwas mehr als mit den Franzosen. Dem Nationaltrainer von Frankreich, Didier Deschamps, hätte ich den dritten Platz allerdings auch gegönnt. Führte er doch die Auswahl Frankreichs als Cheftrainer 14 Jahre lang an.
Seine Trainerkarriere hat er noch nicht beendet.
Übrigens gibt
der Mann, zumindest gefühlt, immer sehr ehrliche Interviews. Er kritisiert,
führt, stellt sich aber auch vor sein Team und seine Spieler, wenn es sein
muss. - Das gefällt mir einfach.
Am Sonntagabend vor dem Finale war ich eigentlich am Blog dran, das
Worddokument war schon geöffnet. Doch dann kam das Hochzeitspaar vorbei und
brachte einen Stick für die Bilder der Vermählung.
Über eine
Stunde standen wir draußen.
Da der Bräutigam ein Arbeitskollege meines Bruders ist, gesellte sich dieser
auch zu mir. Wir Brüder ignorierten uns weitestgehend, aber wir gingen fair
miteinander um. Keiner grätschte den anderen verbal ab - um mal im
Fußballjargon zu bleiben.
Der Bräutigam ist ein netter Kerl. Seine Braut scheint
ebenfalls eine „nette Kerlin“ zu sein. Doch mit seinen Ausführungen hat er es
wirklich geschafft, mich über eine Stunde vor dem Hauseingang im Freien zu
halten.
Was angenehm
war, 25 C, dazu ein kühlendes - klingt irgendwie doof, war aber tatsächlich so
– warmes Windchen.
Es kann auch Sommer sein, wenn einem nicht literweise der Schweiß aus allen
Poren läuft.
Weltmeister ist übrigens Spanien geworden. Die Mannschaft gewann
gegen die harten Argentinier mit 1:0 nach Verlängerung.
Was mir wieder nicht gefiel, war die übertriebene
Härte. Nicht falsch verstehen, es wird natürlich weiterhin viel Fußball
gespielt. Doch meiner Meinung nach gehört jeder Versuch, einem anderen Spieler
absichtlich Verletzungen oder Blessuren zuzufügen, bestraft.
Papa brachte
mich nach einer Szene, in der ein argentinischer Spieler mit einer roten Karte
vom Platz flog, zum Lachen.
Er analysierte die argentinische Auswahl, die nun nur noch zu neunt auf dem
Platz stand und von den Spaniern hervorragend bespielt wurde, spaßeshalber so: „Fünf
plus drei ist acht (Abwehr) und einer schläft oben.“
Gemeint (mit einer schläft oben) war damit natürlich „Lionel Messi“, der oft
weiter vorne blieb und nicht immer mit zurücklief.
Die Halbzeitshow fand ich toll.
Doch bitte begrenzt diese auf die vorgesehene Pausenzeit. Wenn ein Spieler 25
Minuten lang nichts macht, muss er sich danach fast noch einmal von vorne
aufwärmen, weil die Knochen wieder kalt geworden sind.
Außerdem steigt dadurch meiner Meinung nach das Verletzungsrisiko erheblich.
Eine kleine böse Fantasie blitzte in mir
auf, als ich „D. Trump“ bei der Pokalübergabe sah. „D. Trump“ übergibt nicht
den Weltmeisterschaftspokal, sondern flieht mit ihm in einem Hubschrauber aus
dem Stadion.
Er fliegt zwei, drei Ehrenrunden durch das Stadion, dreht allen eine lange Nase und streckt die Zunge heraus.
Dabei wird er gleich mehrfach auf den großen Bildschirmen im Stadion gezeigt. Die Zuschauer, deren Herz für Argentinien und Spanien schlägt, buhen ihn gemeinschaftlich und leidenschaftlich aus.
„D. Trump“ entschwindet schließlich mit seinem Helikopter aus dem Stadion.
Einige
Stunden später erfolgt ein Statement von „D. Trump“:
Er hätte den Weltmeisterschaftspokal nur an sich genommen, um ganz
sicherzugehen, dass der WM-Pokal auch wirklich in die richtigen Hände gelangt.
- Fantasieende.
Ich probierte mal wieder ein Duschgel für den gesamten Körper aus (also
nutzbar für Haare, Gesicht und Körper). Es ist grün und sieht in der Flasche
schon fast giftig aus. Aber der Geruch aus Bergamotte und grünem Pfeffer hat es
mir bisher angetan, und ich fühle mich sehr wohl damit auf der Haut.
Worms am Samstag, war auch soweit okay.
Wobei ich schon wieder keine Lust hatte mich groß zu Bewegen und auf den
Bahnhofsbänken im Schatten saß, Menschen die an mir vorübergingen beobachtete und
endlich auch mal wieder konzentriert las.
Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?
