Der
Donnerstag war ein wunderbarer Sommerdonnerstag.
Wobei so wunderbar fing der gar nicht an. Ich war kaum aus dem Haus, trug ein dunkelblaues T-Shirt mit grauen Streifen und noch bevor ich mich in den Bus setzte, war das Shirt verschwitzt. Ich klebte im T-Shirt wie der „Pumuckl“ am Leimtopf. Vielleicht ein wenig ein seltsames Beispiel, aber ein besseres will mir um 3 Uhr 45 am Samstag, 1. August 2026 (ich kichere gerade blödsinnig vor mich hin, weil ich zuerst 2046 statt 2026 geschrieben hatte) nicht einfallen.
Gut, dass
nicht allzu viele Leute bei dieser Affenhitze auf dem Weg nach Worms waren.
Kaum aus dem
Bus führte mich der Weg in den Woolworth. Ich wollte jetzt kein Vermögen für
ein Wechsel-Shirt ausgeben. Ich fand ein weißes mit einem verwaschenen dunklen
Aufdruck: „Tom Tailor“.
Gekauft,
gewechselt und danach sofort wie ein halbwegs neuer Mensch gefühlt. Ich weiß
nicht, doch das war schon immer so, sich frisch zu fühlen, fühlt sich für mich
nicht nur äußerlich, sondern auch im Kopf frisch an.
Meine Eltern
waren auf Vaters Klassentreffen und meine Lust, heimzufahren, hielt sich noch
in Grenzen.
Ich fand mich im Kino wieder und sah mir die Comicverfilmung „Spiderman – Brand New Day“ an. Nimmt man zwei Momente aus, in denen ich das Gefühl hatte, die Action, die in so einem Film ihren berechtigten Platz hat, mache gerade nicht so viel Sinn, war das eine großartige Erfahrung. Da wurde ja mal wieder eine richtig starke Geschichte erzählt.
Und zweimal
hatte mich der Film soweit – das ist bei mir nur so halbschwer – dass ich
einmal nur fast und einmal tatsächlich eine kleine Träne verdrückte. Ob das
zuvor schon einmal eine Comicverfilmung geschafft hat?
Noch besser
fand ich:
Der strahlende Superheld bleibt trotz seiner Schwächen ein strahlender
Superheld, merkt aber, dass Unterstützung von anderen auf dieser Welt guttut
und man nicht nur helfen sollte, sondern auch Hilfe annehmen darf.
Ich gehörte sicher zu den Älteren, bei Weitem aber nicht zu den ältesten Zuschauern im Kinosaal. Ein großes Lob an die jüngeren Zuschauer zwischen 16 und 23. Die hielten nämlich die Klappe, lachten und trauerten an den richtigen Stellen mit, hielten aber über die gesamte Laufzeit – sieht man von zwei kleineren Flüsterattacken ab, die ich in meinem Radius wahrnahm – die Klappe. Toll, wenn alle einfach einen Film sehen wollen.
Bruder hat fünf Wochen Urlaub. Gott bewahre.
Ansonsten war der Freitag ein Tag mit dem Motto: „Spiel mir das Lied vom Verstecken vor der Sonne“.
Die
Trainingseinheit fand auch an diesem Freitag aufgrund des Bio-Wetters nicht
statt.
Es ist Nacht, 25 C, und ich sollte schlafen. Tue es aber nicht.
Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?
