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„Tarzans (W)Örtchen“

John Baker Sander
15. August 2026(bearbeitet)
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Gegen 2 Uhr in der Nacht kam mir die Idee, mein Zimmer aufzuräumen.

Es blieb beim Aufräumen – denn des Nachts den Staubsauger anzuwerfen, kommt bei Schlafenden nicht so gut an. Dass ich „schlafsaugele“, nimmt mir wahrscheinlich auch niemand ab.

Dennoch wirken der Geruch von Sauberkeit und der Blick in einen ausgeleerten Mülleimer beruhigend auf mich.

Der Tag wurde nicht verbummelt – doch mit Fleiß überschlagen habe ich mich bei Temperaturen von 40 C auch nicht. Dazu musste ich – aufgrund des Biowetters – einmal mehr meine Trainingseinheiten streichen.

Ich spielte mit der Sonne Verstecken. Und sieht man mal von der Nacht ab, in der ich den vollen Mülleimer ausleerte und es sich draußen bei 21C herrlich anfühlte, war es hier drinnen, trotz Deckenventilator, als wäre man in einer schwedischen Sauna zu Gast.

Endlich hatte ich mal richtig Muße für Bildbearbeitung. Von 13 bis 17 Uhr war ich damit gemütlich ausgelastet. Außerdem gibt’s kaum etwas Schöneres, als bei solchen Tätigkeiten Podcasts zu hören. Heute vorzugsweise Catch-Reviews aus den 90er-Jahren … ja, ja, ich streite es immer ab, doch so ein wenig Nerdiges, vielleicht sogar etwas mehr, trage ich doch in mir. Vor allem in Sachen Popkultur.

Fast noch lustiger fand ich, dass ich durch Zufall herausfand, wie viele Bände die Original-Tarzan-Reihe hat. Über 20 Bände hat sie, und die Figur entwickelt sich von Band zu Band weiter.

Was mochte ich doch als Kind die Tarzan-Filme aus den 30er-, 40er- und 50er-Jahren mit „Lex Barker“ und „Johnny Weißmüller“.

Filme, die ich bestimmt 30 Jahre oder mehr nicht mehr gesehen habe, doch Szenen, die ich – so bin ich sicher – besser beschreiben könnte als so manches, dass ich in den letzten Monaten gesehen habe.

Wer hat gewusst, dass der Sohn von „Tarzan und Jane“ „Korak“ hieß?

In den Filmen, da bin ich sicher, nennen sie ihn immer nur „Boy“.


Außerdem … und schon wieder wird’s spezieller: Ich las, dass es einen legendären Comic gibt, in dem „Batman“ und „Tarzan“ es mit „Catwoman“ zu tun bekommen.


Was man mal noch hervorheben sollte: „Jane“, die ist kein Anhängsel von „Tarzan“, sondern die steht stabil auf zwei Beinen – und steht immerzu ihre Frau. Und trotzdem hat man nie das Gefühl, die hat Haare auf den Zähnen.

Gut gemacht, „Edgar Rice Burroughs“.

Wie leicht ich doch zu beeindrucken bin … sorry.


Oh, ganz vorsichtig habe ich auch wieder angefangen zu lesen, was da in der Welt passiert – und sieh mal da: Die Bomben und Co. hätte ich mir gerne erspart, doch es gibt auch Gutes zu berichten. So zum Beispiel, dass der Libanon die Todesstrafe abgeschafft hat. – Weltklasse!



Weltklasse war übrigens am Abend auch eine Colaflasche, die genau 129 Minuten im Tiefkühler lag. Jeder Schluck ein Genuss – bis die Kälte meinen Magen hörbar und grummelnd rumoren ließ und ich daraufhin schnellstens an ein
bestimmtes Örtchen lief.


Passt auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?


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