Gegen 2 Uhr
in der Nacht kam mir die Idee, mein Zimmer aufzuräumen.
Es blieb beim
Aufräumen – denn des Nachts den Staubsauger anzuwerfen, kommt bei Schlafenden
nicht so gut an. Dass ich „schlafsaugele“, nimmt mir wahrscheinlich auch
niemand ab.
Dennoch
wirken der Geruch von Sauberkeit und der Blick in einen ausgeleerten Mülleimer
beruhigend auf mich.
Der Tag wurde
nicht verbummelt – doch mit Fleiß überschlagen habe ich mich bei Temperaturen
von 40 C auch nicht. Dazu musste ich – aufgrund des Biowetters – einmal mehr
meine Trainingseinheiten streichen.
Ich spielte
mit der Sonne Verstecken. Und sieht man mal von der Nacht ab, in der ich den
vollen Mülleimer ausleerte und es sich draußen bei 21C herrlich anfühlte, war
es hier drinnen, trotz Deckenventilator, als wäre man in einer schwedischen
Sauna zu Gast.
Endlich hatte
ich mal richtig Muße für Bildbearbeitung. Von 13 bis 17 Uhr war ich damit
gemütlich ausgelastet. Außerdem gibt’s kaum etwas Schöneres, als bei solchen
Tätigkeiten Podcasts zu hören. Heute vorzugsweise Catch-Reviews aus den
90er-Jahren … ja, ja, ich streite es immer ab, doch so ein wenig Nerdiges,
vielleicht sogar etwas mehr, trage ich doch in mir. Vor allem in Sachen
Popkultur.
Fast noch
lustiger fand ich, dass ich durch Zufall herausfand, wie viele Bände die
Original-Tarzan-Reihe hat. Über 20 Bände hat sie, und die Figur entwickelt sich
von Band zu Band weiter.
Was mochte ich doch als Kind die Tarzan-Filme aus den 30er-, 40er- und 50er-Jahren mit „Lex Barker“ und „Johnny Weißmüller“.
Filme, die
ich bestimmt 30 Jahre oder mehr nicht mehr gesehen habe, doch Szenen, die ich –
so bin ich sicher – besser beschreiben könnte als so manches, dass ich in den
letzten Monaten gesehen habe.
Wer hat gewusst, dass der Sohn von „Tarzan und Jane“ „Korak“ hieß?
In den Filmen, da bin ich sicher, nennen sie ihn immer nur „Boy“.
Außerdem …
und schon wieder wird’s spezieller: Ich las, dass es einen legendären Comic
gibt, in dem „Batman“ und „Tarzan“ es mit „Catwoman“ zu tun bekommen.
Was man mal
noch hervorheben sollte: „Jane“, die ist kein Anhängsel von „Tarzan“, sondern
die steht stabil auf zwei Beinen – und steht immerzu ihre Frau. Und trotzdem
hat man nie das Gefühl, die hat Haare auf den Zähnen.
Gut gemacht, „Edgar Rice Burroughs“.
Wie leicht
ich doch zu beeindrucken bin … sorry.
Oh, ganz vorsichtig habe ich auch wieder angefangen zu lesen, was da in der
Welt passiert – und sieh mal da: Die Bomben und Co. hätte ich mir gerne
erspart, doch es gibt auch Gutes zu berichten. So zum Beispiel, dass der
Libanon die Todesstrafe abgeschafft hat. – Weltklasse!
Weltklasse war übrigens am Abend auch eine Colaflasche, die genau 129 Minuten
im Tiefkühler lag. Jeder Schluck ein Genuss – bis die Kälte meinen Magen hörbar
und grummelnd rumoren ließ und ich daraufhin schnellstens an ein
bestimmtes Örtchen lief.
Passt auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?
