Der Abend
fühlt sich wie ein Übergang in den Spätsommer mit gemäßigten Temperaturen an,
22 °C. Manchmal, wenn die Sonne mittags herausschaut, sogar 25 °C. Mehr
braucht’s für mich auch nicht.
Doch bereits
in meinem Umfeld höre ich die ersten murmeln: Es ist kalt.
Ob der Sommer
noch mal zurückkommt? – Was, erst höre ich nur ächzen und stöhnen und Fluchen
über die Hitzewelle, dann möchte man das der Sommer noch mal tritt über jede
vernünftige Schwelle?
Ist doch gut
so, oder nicht? – Ich trage dieselbe Sommerkleidung wie in den vergangenen
Monaten. Jeder Sommer fühlt sich wohl für jeden anders an. Dabei dachte ich
noch, wir klagen alle zusammen über die Hitzewellen.
„Wir befinden
uns im Jahre 2026 nach Christus. Ganz Deutschland war von einer Hitzewelle
besetzt … Ganz Deutschland? Nein! Eine von unbeugsamen Sonnenanbetern
bevölkerte Gemeinschaft hört nicht auf, Widerstand zu leisten und sich eine
erneute Hitzewelle herbeizuwünschen.“
Mit meinen Kleinsten bin ich heute wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen.
Bis auf eine Großmutter, einen Opa und eine Mama nahmen sich die Eltern
kinderfrei. – Der Übungsstunde hat es nicht geschadet. Sämtliche der Kleinsten,
die großartig trainierten und erstmals alleine in der Übungsstunde blieben,
lösten diese ungewohnte Begebenheit erstklassig.
Beinahe wäre
die Turnhalle in die Luft geflogen, denn ich wäre beinahe vor Stolz auf meine
Gruppe explodiert. – Gut für die Turnhalle und mich, dass ich dann doch nicht
auseinandergesprengt bin.
Wunderbar
auch: Zum Abbauen der Geräte waren dann auch wieder die Eltern da und halfen
mir. Nur das Fußballtor, das dem einen Opa und mir beinahe im Geräteraum auf
den Kopf gefallen wäre, muss fixiert werden. Sonst gibt’s demnächst doch noch
Opfer – und weder Hallenwartin, Schulbetreuerin noch kleinere Geschöpfe sollten
darunter geraten.
Mit meinem Papa war ich einkaufen.
Der lief aber nur zu 96 % rund. Er hätte sich beim Walkingsport am Knöchel leicht wehgetan. – Dennoch sind wir viel schneller als gewohnt durch den Discounter gewetzt.
Was aber auch daran liegen könnte, dass viele Dinge wie Blutwurst – Vater hätte sich gern ein Stückchen mitgenommen – und Dinge für den täglichen Bedarf, egal ob von bevorzugten Marken oder als „No-Name-Produkte“, nicht in den Warenregalen vorzufinden waren.
Ich husche jetzt in mein Bett und hoffe, dort mehr als nur eine Mütze Schlaf
vorzufinden.
Passt auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?
