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„Sinnieren, um sich selbst zu entwirren“

John Baker Sander
29. August 2026(bearbeitet)
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Um 23 Uhr 53 wachte ich am Mittwochabend auf. Zuvor war meine letzte Erinnerung ein Blick auf die Computeruhr, die 21 Uhr 22 anzeigte.

Seitdem bin ich wach. Hab mal wieder mein Schlafzimmer ausgesprochen gründlich mit Oberflächenreiniger einbalsamiert.

Mein Plan, mich wesentlich früher ins Bett zu verkrümeln, ist also grandios gescheitert. Wobei 21 Uhr 22 keine Bettgehzeit, dafür aber eine ausgesprochen gute Zeit war, um seine Stirn auf der Tastatur zu betten.

Wie ich im Bad sah, trug ich nur die Beschriftung der Tastatur auf der Stirn. Vielleicht bringt’s ja auch zusätzlich Hirn? – Schaden kann das ja nie.



Die Einheit mit meinem älteren Jahrgang war in Ordnung. – Verflucht! Schrieb noch kein Trainertagebuch, muss ich kurz nachholen.


28 Minuten später …


So, jetzt. Geschafft. Die Highlights und die wenigen Lowlights sind eingetragen und hoffentlich somit für die Ewigkeit und vor allem für meine Erinnerungen archiviert.


Bruder räumt bei sich auf. Seit Montag wird jedes Eckchen und damit jedes Staubkorn entfernt. – Nähert sich doch sein Urlaub dem Ende. Dann kommt er nicht mehr so intensiv dazu.

Vater hilft ihm draußen, schreddert Gestrüpp für ihn. Was ihm entgegenkommt, kann er doch so seinen neuen Garten-Schredder ausprobieren. – Ich mach’s, dass wir keinen verwundern, der hier länger liest: Ich würde keinen Finger für meinen Bruder auf dessen Grundstück rühren. – Warum? … Lest die Blogs nach, wenn ihr Bock habt, ansonsten ist die Antwort: Weil ich es nicht möchte und mir derzeit eher eine Zwergnasen-Nase ins Gesicht hexen lassen würde als das.

Auch Mama hilft ihm aus. Jeder Kniff, den sich so eine Hausfrau über die Jahre zurechtgelegt hat, ist clever und automatisiert – da kann man sich viel abschauen und lernen. … Was ich immer und immer wieder feststelle.

Ja, ja, zu lernen gibt’s noch so vieles. Auch menschlich mehr, wie ich dachte.

Lustig find ich ja, dass sie bei der angedachten Zuckersteuer auch „Zero Sugar“-Produkte besteuern wollen. – Papa meinte, hoffentlich kommen nicht irgendwann die Grundwassersteuer für Mineralwasser und Co.

Wenn man diese Zuckersteuer draufschlägt, bin ich mal gespannt. Diese Frage ist natürlich nur rein hypothetisch gestellt, mal sehen, ob dann den Menschen mehr oder weniger im Geldbeutel bleibt, um Wirtschaft und mehr anzukurbeln.

Die Ukraine hat ihren 35. Jahrestag begangen. Ich würde mich freuen, wenn sie auch noch den 40. und darüber hinaus erlebt.

In so einer News, wie ich sie gerne lese – die nur halb so weh tut, als wenn irgendwo eine Bombe eingeschlagen hätte – habe ich gelesen, die Niederländer hätten sich für das nächste Jahr aus dem „ESC“ zurückgezogen. Mit der Begründung, das wäre kein neutraler Wettbewerb mehr.

Außerdem erzählt die Yellow Press: „Die verlorenen Königskinder“ kehren heim.

Hach ja, es gibt sie, die Nachrichten, die nicht wehtun oder nicht mehr wie ein kleiner Pikser im Arm.

So ein wenig vor sich hinzusinnieren, um sich selbst zu entwirren, hat was.
Genau dafür habe ich mir diesen Blog irgendwann mal angeschafft.




Passt auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?

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