Vaters Drucker tat alles (kopieren, Patronen annehmen, ließ absolut alle Einstellungen zu) – nur seine Hauptfunktion, das Drucken, hatte er für immer eingestellt. Wir recherchierten viel, ob sich eine Reparatur lohnen würde – doch laut gefühlt hunderten durchforsteten Webseiten ist da nichts mehr an der Druckfunktion zu retten.
Was mir leidtat – und meinem Bruder offenbar auch. Er hat einen neuen Drucker bestellt, und der war innerhalb von zwei Werktagen bei uns eingetroffen. Bruder zahlt die eine Hälfte, ich fast die andere, und Vater übernimmt noch einen Betrag von rund 30 Euro – und schon habe ich quasi auch ein schönes und vor allem sinnvolles Vatertagsgeschenk für Papa.
Da wir bei Fotoaufträgen gerne auch noch ein Bildchen auf die CD draufdrucken, kam das natürlich zum ungelegensten Zeitpunkt.
Schließlich muss ich auch mal meine Kommunionsbilder aus dem Fotoauftrag wieder loswerden.
Auf eine spezielle Klebe-Fotofolie wird ein Bild aus dem Auftrag gedruckt und dann auf die CD geklebt. Warum? – Weil es schön aussieht.
Ich würde ja darauf verzichten, Vater hingegen besteht fast darauf.
Da er Freude daran hat – und ich, wenn ich ehrlich bin, auch – machen wir das ebenso.
Ansonsten war das ein ruhiger 1. Mai.
Die Kommunionsbilder wurden abgeholt.
Bruder war bei einem Arbeitskollegen eingeladen, und ich habe hier am PC kommentiert und nachgetragen, mich durchs Internet gewühlt, Trainingsprogramme geschrieben, habe ein bisschen zu viel Süßes verdrückt, mit den Eltern gemütlich Kartoffelsalat und Frikadelle gegessen.
Weiter meinen Kram gemacht, und seit Viertel nach acht läuft hier in meinem Schlafzimmer „Let's Dance".
Morgen steht ein 60. Geburtstag an.
Den Eltern zuliebe fahre ich mit – da ich eingeladen bin.
Doch zum Jubilar habe ich so gar keinen Kontakt, und insgesamt waren unsere Aufeinandertreffen eher spärlich. Man kommt miteinander aus – mehr kann ich zu der Person, die wir da hochleben lassen, nicht sagen.
Was ich mir erhoffe: Das klingt vielleicht ein klein bisschen fies – ist aber ehrlich gemeint – bis zum „aktuellen Sportstudio" wieder daheim zu sein.
Noch eines, ihr drei lieben Blognachbarinnen, weil es mir mal wichtig ist:
Ich möchte keine von euch mehr missen – und „Rex-Mama", dich kenne ich mit Abstand am längsten. Toll, welche Stärke du immer und immer wieder in den vergangenen Monaten und Jahren dauerhaft bewiesen hast.
Passt gut auf euch auf, ihr Blognachbarinnen und überhaupt mein Netzumfeld – und auch alle anderen, seid weiterhin nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?