Von John Baker Sander auf Mittwoch, 10. Juni 2026
Kategorie: Öffentlich

„War dagewesen Dienstag“

Das war innerhalb der Familie so ein „War-dagewesen-Dienstag" mit Gefühlsausschlägen nach unten und oben.

15 bis 22 C° und Regen waren angekündigt, stattdessen gab es Sonnenschein und bis zu 28 C°. Bei uns im Haus existierte außerdem noch der ein oder andere unübersehbare Schatten, der unruhig umherhuschte. Tante und Onkel (Mamas ältester Bruder) sind ins Pflegeheim gezogen und bereiten Mama noch das ein oder andere unschöne Nervenspiel.

Was man auch daran sah, dass ihrer Meinung nach heute nichts so wirklich funktionieren mochte: Bügeleisen, Trockner und Waschmaschine waren ihrer Meinung nach kaputt oder funktionierten zumindest nicht einwandfrei. Über den Verlauf des Tages fand sie glücklicherweise wieder ein wenig Ruhe in sich selbst.


Meine Jüngsten machten mir Freude. Genau wie die zahlreichen Eltern, die heute alle besonders gute Laune versprühten.

Es wurde erneut schön trainiert. Und meine Minitrainerin, die selbst noch sehr jung ist und mir schon seit 17 Monaten hilft, begeisterte ihre eigene Mama und die anderen Eltern damit, wie sie sich um die noch kleineren Kids mitkümmerte.

Meine Jüngsten kritisierten an mir, dass ich immer „nur zur Trinkpause" rufen würde. Dabei hätten sie doch auch alle Essensboxen dabei. Ich solle doch bitte von nun an zur „Trink- & Essenspause" aufrufen.


Mit Vater war ich einkaufen.

Zwei Generationen – beide schon älter, aber zusammen unterwegs.

Und wir hatten durchaus unseren Spaß daran, uns im Supermarkt zu necken. Noch viel mehr war uns allerdings daran gelegen, uns zu beratschlagen, wie wir Mama – wieder aufgrund der bereits geschilderten Umstände – in die Spur bekommen.


Wir kamen zu dem Ergebnis, erst einmal ihr Selbstvertrauen wieder zu stärken. Außerdem glaubten wir beide, dass so eine XXL-Packung Gummibärchen zwar kein Seelentröster ist, aber trotzdem einfach guttut.


Über den gesamten Tag fühlte ich mich nur zu Dreiviertel wach.

Nach dem Ende des Länderspiels der deutschen Auswahl-Kickerinnen gegen Slowenien in Slowenien (0:2) fielen mir bald darauf die Augen auf der Couch zu. *Übrigens, Geht es euch auch so? Irgendwie möchte ich Slowenien immer mit „v" statt „w" schreiben*

Gegen 23 Uhr wachte ich auf. - Hellwach.

Und voller Drang, noch mein Schlafzimmer auf Vordermann zu bringen.

Was mir guttat – sonst hätte ich nicht den Song von „Danger Dan", „Die meisten meiner Freunde", entdeckt. Die Melodie, noch mehr als die Lyrics, wandern in mir umher wie die Schuhe in dem Video zum Song.

Der Orangengeruch – vom Oberflächenreiniger – der sich im Zimmer festgesetzt hat, riecht irgendwie nach Aufbruch.



Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid?!

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