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2 Minuten Lesezeit (442 Worte)

„Geschnallt“

Tatsächlich habe ich mir in den vergangenen Tagen mehr Zeit genommen, abends bei meinen Eltern zu sitzen und mit ihnen einfach da zu sein.
Unter anderem sahen wir auch das Länderspiel zwischen Deutschland und Ghana (2:1).

Auf meine Jüngsten war ich superstolz.
Während die Eltern auf den Weichbodenmatten in der Halle saßen, lieferte diese neue Gruppe ein Wahnsinns-Training ab.

Den 53. Hochzeitstag haben meine Eltern mittlerweile auch miteinander begangen – eigentlich wollten sie in einem griechischen Lokal fein und ein wenig romantisch essen gehen.
Doch Mama wollte plötzlich nicht mehr. Es wäre ihr schlicht zu viel gewesen.
Zumal sie bereits am Samstag zu einem Geburtstag ihrer Cousine eingeladen ist – ein langer Tag, der sie viel Kraft kosten wird.
Vater war zwar ein wenig enttäuscht, nahm es aber hin.
Das Hochzeitstags-Essen soll demnächst nachgeholt werden.

Vater und ich mussten beim Einkaufen sehr lachen, was nicht wirklich nett von uns war.
Und im Nachhinein tut mir meine kurze Schadenfreude auch leid.

Es gibt da diese Grundschullehrerin, die wir kennen und die gefühlt jeden Kniff der Pädagogik besser weiß als alle anderen. Ich habe das nur aus der Ferne beobachtet, aber manchmal wirkt es so, als würde sie Menschen wie Anfänger aussehen lassen.

Im Supermarkt schrie ihr Sohn herum, dass er aus dem Einkaufswagen wolle.
Er schrie laut, sehr laut, trat gegen den Wagen und fauchte seine Mutter wütend an.

Die – und das muss man ihr lassen – schrie nicht zurück, sondern redete sehr bestimmt auf ihn ein und schüttelte ihn einmal vorsichtig, weil er wie wild um sich schlug.
Aber auch sie bekam ihr Söhnlein mit keinem Kniff unter Kontrolle.

Ein anderer Supermarktkunde half ihr schließlich beim Bezahlen und beim Weg zum Auto, da sich der Sohn nicht beruhigte.
Das Letzte, was wir hörten, da sie unweit von uns parkte und auch wir gerade zur Abfahrt bereit waren:
„Jetzt schnallen wir dich an."
Darauf folgte ein unwirklich lautes, fast gruseliges „Nein".


Auf dem Wertstoffhof lieferten Papa und ich später den aufgesammelten Rasenschnitt ab.
Außer uns waren nur zwei Mitarbeiter dort – in leuchtend orangen und gelben Westen – die die Container inspizierten. Für uns interessierten sie sich nicht.


Diese Mischung aus gesehenen und ausgetauschten Albernheiten, einer kleinen gehässigen Schadenfreude (die man sich hätte sparen können), den Sportgruppen, den Menschen, die man liebt und im Herzen trägt, dazu ein wenig Alltag – und dieses angenehme Wohlfühlgefühl, das mich durch den Tag begleitet hat.
All das machte diesen „Dienst-Tag" eigentlich schon zu einem vorweggenommenen „Frei (oder sogar Feier)-Tag".
Den Wert dieses Tages habe ich aber erst während des Schreibens geschnallt.


Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?
„Verschnupft und verzupft“
 

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Donnerstag, 02. April 2026

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