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3 Minuten Lesezeit (607 Worte)

„Master of the Break Even“

Am Samstag war ich für 142 Minuten in einen Kinosessel gepresst und dabei irgendwo zwischen 6 und 12 Jahre alt.
Sah ich mir doch endlich den Film: „Masters oft the Universe" an, den ich eigentlich schon in meiner Kindheit gerne gesehen hätte.

Wobei ich den ersten „Masters of the Universe"-Film in Schutz nehmen muss. Der heute überall als absoluter Trash-Film verschrien ist.
Als ich 1987 aus dem Kino kam, habe ich ihn stark gefeiert – und auch heute kann ich dort noch mühelos reinzappen.

Diesmal ging es um die 2026er Neuauflage von „Masters of the Universe". Und das hat Spaß gemacht.

Diese wilden Kreaturen und Figuren auf der großen Leinwand zu erleben, war genau das Richtige. Kopf ausschalten, ein bisschen Action, ein bisschen Herz, viel Humor, ganz viel Fantasie und märchenhaften Flair genießen.

Die End-Credit-Szene habe ich besonders gemocht.

Schade nur, dass es vorerst wohl keine Fortsetzung dieser Märchenwelt auf der Kinoleinwand geben wird.
Der Film wird zwar fast überall wohlwollend bewertet, ist aber nach dem ersten Wochenende in den Kinos weitgehend untergegangen. Dass er noch seinen „Break Even" erreicht, also nach Abzug aller Kosten Gewinn einfährt, erscheint eher unwahrscheinlich.

Für mein Inneres war das dennoch gut. Ein kleiner Kindheitswunsch ging in Erfüllung. Einen Film zu sehen, der zu großen Teilen auf dem Fantasieplaneten „Eternia" spielt und viele dieser gemocht schrägen Figuren auf die Leinwand bringt.

Ich habe zwar weder die Macht noch ein Zauberschwert, dafür aber einen Blog, in den ich solche Dinge hineinknuddeln kann.

Meine Macht besteht darin, irgendwann nachlesen zu können, wie gut mir das gefallen hat. Und darin, dass eine Ecke in mir Kind und Teenager geblieben ist – und vielleicht auch bleiben wird.

Im Anschluss lief ich beschwingt durch die Wormser: „Nacht der Kultur".

Durch Gassen voller Musik.
Rock, Pop, Chor, Soul und auch ein wenig Alternativmusik waren vertreten.
Schade nur, dass die Bühne direkt an der Kaiserpassage, dem größten Einkaufszentrum von Worms, nicht mehr dabei war.
Dafür waren Kirchen und Dom geöffnet.
Rund um das Rathaus war deutlich mehr los als sonst.

Ich sah auffallend viele lachende Gesichter, die in Gruppen unterwegs waren und offenbar gemeinsam eine wunderbare Zeit verbrachten. - So soll es sein.

Dass ich mich so für fremde Menschen freue, wenn sie eine gute Zeit haben, und dass überhaupt so bewusst wahrnehme, gab es bei mir auf diesem Level schon länger nicht mehr.

Kurz vor 23 Uhr nahm ich den Bus nach Hause.


Die Trainingseinheit meiner großen Trainingsgruppe war am Montag hervorragend.
Die Einheit davor allerdings überhaupt nicht.

Da war kaum Interesse am Sport vorhanden. Das ließ ich die Erziehungsberechtigten beim Abholen auch wissen und erklärte ihnen den aus meiner Sicht entscheidenden Grund dafür.

Wenn zwar regelmäßig mehr als zwanzig Menschen im Training stehen, vielen aber die Regelmäßigkeit fehlt, dann lernt man manches eben nicht.

Zum Beispiel, wie man sich in einer Trainingsstunde verhält. Oder die Techniken, die zu diesem Sport dazugehören.


Zu Hause schaue ich mit Vater die Fußball-WM.

Nachts alles mitzunehmen klappt zwar nur freitags und samstags vollständig, doch Ausnahmespiele wie Algerien gegen Argentinien sind mir sogar einen gestellten Wecker wert.

Und unsere Nationalkicker haben ein sehr ordentliches Eröffnungsspiel abgeliefert.

Zunächst hieß es, rund 17 Millionen Menschen hätten am Fernseher zugeschaut und mitgefiebert. Inzwischen wurden die Zahlen sogar auf 23,4 Millionen nach oben korrigiert.

Ich sage es gerne immer wieder: Eine WM ist und bleibt etwas ganz Besonderes. - Ich hoffe sehr, dass niemand auf die Idee kommt, jemals am Vierjahresrhythmus zu rütteln.

Im Gegensatz zum Kinofilm habe ich „meinen persönlichen Break Even" aus den letzten Tagen durch einige tolle Erfahrungen erreicht.




Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?
„War dagewesen Dienstag“
 

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