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3 Minuten Lesezeit (662 Worte)

„Bloguntreue und Bibeltreu “

Ziemlich genau zehn Tage war es still auf meinem Blog.
Ja, ich hätte Zeit gehabt, Blogs zu schreiben. Doch so seltsam es klingen mag – geschafft habe ich es eben nicht.

Ich war müde und müder. Schlief vor dem Worddokument ein. War auf Vorstandsitzungen und einer Jahreshauptversammlung. Fotografierte eine Kommunion. Verabredete neue Fototermine.

Sah mit Vater Fußball – und noch mehr Fußball, Basketball und anderen Sport und wieder Fußball.

Außerdem war ich mit Papa auf dem Wertstoffhof oder einkaufen.

Sah meinem Bruder beim Schmollen zu. Am Tisch, wenn die Familie beisammensaß, unterhielt er sich mit mir. Wenn wir alleine waren – richtig, wieder schmollend mir gegenüber.

Trainierte meine Gruppen und nahm mit einigen meiner Trainingsteilnehmer an Wettkämpfen teil – die sogar ihre Wettkämpfe gewinnen konnten. Schrieb natürlich auch Trainingsprogramme.

Dazu gesellte sich der Alltag.

Zwischendurch machten wir uns Sorgen um Mama, die einige Tage keine gute Phase hatte – sich aber glücklicherweise wieder gefangen hat.

Die Blogs, so hoffe ich, habe ich alle nachkommentiert. Nicht, weil ich muss, sondern weil ich die meiner Blognachbarinnen gerne lese.
Ja, die Blogs, die ich mittlerweile seit Jahren lese, das sind derzeit alles Frauen.
Soviel ich weiß, sind sie alle leicht älter als ich – aber im Herzen dafür umso mehr jung geblieben.

Ich möchte noch gar nicht so ausführlich auf die vergangenen Tage eingehen – oder ob ich das überhaupt tue, muss ich erst mit mir selbst abmachen. … Und doch möchte ich zumindest vom Samstag kurz berichten.

Ich schaute mir die „Wormser Weinmeile" an. Bei 25 C waren die aufgestellten Weinstände gut besucht. Nicht überragend, aber gut. Den Kern bildeten Familien und die Generation ich – also so Mitte 40 bis 50-Jährige. Ich machte sogar einige Fotos, lief dann über den Domplatz zurück in die Innenstadt.

Am Rathaus hinter dem Eisgeschäft „Vannini" erregte eine Gruppe, die mit „Jesusflaggen" tanzte, meine Aufmerksamkeit. Ehe ich mich versah, war ich in ein Gespräch mit einer durchaus attraktiven Brünetten verwickelt.

Die mir erklärte, wie verloren sie war, bis sie zu Jesus fand.

Dass die Bibel ihr Lieblingsbuch sei. Hätte sie Sorgen oder wisse nicht, wie sie einen Tag angehen solle, würde sie die Bibel aufschlagen – und diese hätte immer genau die richtige Lebensweisheit parat.

Erst musste ich kurz glucksen – dann verstummte ich, fiel mir doch ein, dass ich es, wenn auch bestimmt nicht täglich oder wöchentlich oder gar monatlich, doch hin und wieder mit meinem Lieblingsbuch „Handbuch des Kriegers des Lichts" genauso mache.

Die Brünette und ich sprachen auch intensiver über die Kirche. Sie war erstaunt, dass wir eine – und wahrscheinlich nicht nur eine – Bibel besitzen. Was mich wiederum verwunderte. Heißt es nicht, oder lebe ich da noch in den Achtzigern, dass in fast jedem deutschen Haushalt eine Bibel steht?

Auch befragte sie mich zu meinen Kirchgängen – und ich sagte ganz wahrheitsgemäß, dass ich nicht der größte Kirchgänger bin, doch mit der Kirche – sieht man einmal von den schlimmen Missbrauchsfällen ab – ausschließlich Gutes verbinde. Dass mein Weg und Aufenthalt in der Kirche meist in Verbindung mit irgendwelchen Fotoaufträgen zusammenhängt.

Dann wurde unser Gespräch unterbrochen, erzählte doch ein ehemaliger „Rocker" über seine Zugehörigkeit in Gangs und wie Gott ihm einen Weg gezeigt hätte, sein Leben wieder zu ordnen.

Er hätte eine Strafe bekommen sollen, da er einen Menschen verletzt hatte, die geringer ausfiel, als er glaubte. Noch am selben Abend hätte er alle seine Gangmitgliedschaften aufgekündigt und seine Waffen für immer abgelegt.

Die Brünette neben mir applaudierte und pfiff begeistert in jeder der kurzen Sprechzeiten des ehemaligen Rockers. Die Lebensgeschichte war durchaus packend – die Frau neben mir wirkte plötzlich auf mich leicht überdreht.

Nur gut, dass die Zeit vorangeschritten war und ich ganz wahrheitsgemäß darauf hinweisen konnte, dass ich meinen Bus erreichen wolle.

Daraufhin gab es einen Wangenkuss – und irgendwie war ich froh, dass kein Hahn weder einmal noch dreimal in Hörweite krähte.

„Hallelu, Hallelu, Halleluja".


Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?
„Alles all“
 

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