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2 Minuten Lesezeit (395 Worte)

„Trainingsabfall“

„Ey! Ihr seid doch vom wilden Affen gebissen!" – Wäre mir beinahe vor meiner jüngsten Trainingsgruppe und deren Erziehungsberechtigten herausgerutscht.

Das kam so: Wir trainierten erneut famos. 45 Minuten lang. Ab dann sollte eigentlich gespielt werden.
Es wurde jedoch nur wenig gespielt, weil die Jungen aus der Gruppe nur Blödsinn machten. Sie nahmen Turnstäbe aus den Matten einer vorherigen Übung, legten sich gegenseitig darauf – und natürlich fing derjenige, der unten lag, an zu schreien oder sogar zu weinen. Keine Regel wurde eingehalten.

Ich wurde strenger und versammelte meine Pappenheimer auf einer Bank.
Ich sagte ihnen, dass das so nicht geht, nicht auszuhalten ist und man doch sicher nicht schlechter dastehen wolle als die Mädels aus der Gruppe.
Das interessierte allerdings: null.

Auch Eltern versuchten einzuwirken – mit ähnlichem Erfolg.

Erst als ich warnte, dass beim nächsten Mal ansonsten die Jungs alle nach Hause gehen müssten, zusammen mit Mama und Papa, und nur die Mädchen mit ihren Mamas und Papas bleiben dürften, wurde mir zumindest teilweise Gehör geschenkt.
Ich konnte gar nicht fassen, was ich da erlebte. Eltern auch nicht.

Eine Grundschullehrerin, die mit zwei ihrer Kinder ebenfalls an meiner Gruppe teilnimmt, sah dieselben Probleme wie ich.
Das „offene Konzept" des Kindergartens.
Nichts machen müssen, zu dem man keine Lust hat – und wenn man doch Lust hat, aber wenige Minuten später nicht mehr, dann einfach alles liegenlassen. -Nicht einmal, sondern immer.

Die Lehrerin meinte: „Die haben, bis sie in die Grundschule kommen, wenn sie keine Lust haben, nicht einmal einen Stift in der Hand gehabt. Kein Bild gemalt. Und das holen die später auch nicht so einfach wieder auf."

„Ich wäre schon dankbar, wenn die sich eine Stunde lang etwas intensiver um die Kinder kümmern würden – ein Stuhlkreis oder mal etwas basteln. Aber das passiert nicht."

Besser kann man es nicht ausdrücken.
Ich sehe es genauso.

Man muss auch mal etwas Angefangenes zu Ende bringen – und möglicherweise auch mal etwas machen, das einem nicht ganz so gut gefällt. Basta!

Ich ließ mir auch nochmals von den Eltern bestätigen, dass sie der Meinung sind, dass ich
a) nicht überreagiert hätte und
b) mich auch bei den Übungen korrekt und angemessen verhalten habe.
Das bestätigten mir alle.

Das waren 45 Minuten göttlich und dann ein Abfall an Bereitschaft und Mitwirken, wie ich ihn in über zwei Jahrzehnten als Übungsleiter womöglich noch nie erlebt habe.

„Doch noch ein wenig Ostern gefunden“
 

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